»Unter weiten Adlerschwingen« von Svea Lundberg und Màili Cavanagh

»Unter weiten Adlerschwingen« von Svea Lundberg und Màili Cavanagh ist im April 2019 im Traumtänzer-Verlag erschienen. Das Buch hat 282 Seiten und passt in die Genres Thriller und Romance.

Klappentext:

Pine Ridge Reservation, August 2018

Armut, Drogen, Gewalt, Suizide – Mit dem grausamen Alltag im Indianerreservat will sich Chayton Callahan nicht abfinden. Weniger noch, als er seine Cousine Janice eines Abends auf einem abgelegenen Schrottplatz findet – missbraucht und halb totgeprügelt. Aus bitterer Erfahrung weiß Chayton, dass die hiesige Stammespolizei nichts gegen Janice’ Peiniger wird ausrichten können, sollte es sich wie befürchtet um einen Weißen handeln. Chayton sieht nur eine Chance: Er muss einen Agenten des FBI überzeugen, sich des Falles anzunehmen.

Doch Special Agent Logan Harris ist nicht freiwillig bei der Indian Country Crimes Unit gelandet. Schuld waren seine große Klappe und seine direkte Art, Missstände offen anzusprechen. Als sich die beiden Männer zum ersten Mal begegnen, ist schnell klar, dass Welten aufeinanderprallen. Hätten Chayton und Logan nicht ein gemeinsames Ziel, würden sie einander aus dem Weg gehen – oder miteinander ins Bett. Eine Zusammenarbeit scheint unmöglich, doch die wenigen Indizien legen nahe, dass der Täter bald sein nächstes Opfer finden wird. Und so versuchen Chayton und Logan gegenseitige Anziehung und Abneigung gleichermaßen beiseitezuschieben, um in der Trostlosigkeit des Reservats eine weitere Tragödie zu verhindern …

Rezension:

Ich muss gestehen, ich war ziemlich gespannt auf die gemeinsame Arbeit der Autorinnen. Zwei Schreibstile unter einen Hut zu bekommen, stelle ich mir schwierig vor, aber die beiden haben es, meiner Meinung nach, mit Bravour gemeistert.

Die beiden Schreibstile der Autorinnen harmonieren gut miteinander, sind jedoch unterschiedlich genug, damit die beiden Charaktere ihren eigenen Ausdruck haben und zu unterscheiden sind. Ich habe ziemlich schnell erraten, welche Autorin welchen Charakter geschrieben hat. ;-)

Die beschriebenen Zustände im Reservat wirken gut recherchiert, haben mir aber auch einiges zu denken gegeben. Ich glaube, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass man im Allgemeinen schon mal von den dort herrschenden Zuständen gehört hat. Zumindest geht es mir so.

So schonungslos dargelegt zu bekommen, wie es in Reservaten aussehen kann, hat mir so manch unangenehmes Gefühl beschert. Die Beschreibungen wirken authentisch und absolut lebensnah, was die ganze Story sehr spannend, aber auch sehr traurig macht.

Der Krimianteil der Story ist spannend und hat mich bis zum Ende in seinem Bann gehalten. Abwechselnd erzählen Logan und Chayton ein Stück der Geschichte, und trotz der sich entwickelnden Romanze verlieren die Autorinnen den Kriminalfall nicht aus den Augen.

Ich würde mir wirklich gerne eine Fortsetzung wünschen. Vielleicht überraschen uns die beiden ja noch. :-D

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