»Pas de deux – Frühling in Paris« von J.L. Carlton

»Pas de deux – Frühling in Paris« von J.L. Carlton ist im Januar 2019 im deadsoft verlag erschienen. Das Buch hat 313 Seiten und gehört in die Genres Contemporary und Romance. Dieses Buch habe ich im Rahmen der Challenge #kunterbunterbuecherwahn2019 rezensiert.

Klappentext:

Jason Dubois will um jeden Preis der Star des Pariser Balletts werden. Doch um dieses Ziel zu erreichen, benötigt er dringend Hilfe. Denn obwohl technisch perfekt, fehlt es seinen Darbietungen an Ausdrucksstärke und Emotionalität.

Diese Hilfe erhält er – wenn auch nicht ganz freiwillig – von Mike Collins, dessen vielversprechende Tanzkarriere vor einigen Jahren durch einen folgenschweren Unfall jäh beendet wurde. Obwohl Jason als schwierig gilt, arbeiten beide Männer beharrlich daran, Jasons Traum zu verwirklichen. Aus anfänglicher Abneigung wird schließlich Freundschaft – und vielleicht noch etwas mehr. Doch dann geschieht etwas Unvorhergesehenes, das alles, was Mike und Jason gemeinsam erreicht haben, zu zerstören droht.

Rezension:

Anfangs war ich wegen der Seitenzahl etwas skeptisch. Die anderen Romane der Autorin sind ziemliche Klopper und mir ist es ziemlich schwer gefallen zu glauben, dass sie sich kurzfassen kann. Doch was soll ich sagen? Meine Skepsis war unnötig.

Jason Dubois, ein technisch perfekter Tänzer, der sogar Baryshnikov das Wasser reichen kann, ist dabei seine eigene Karriere zu ruinieren. Mit seinem verachtenden, hochmütigen Verhalten macht er sich in seinem aktuellen Ballettengagement und der Presse keine Freunde. Sein Ziel ist es der Danseur Étoile im Pariser Ballett zu werden. Da seinem Tanz jedoch die Leidenschaft und Emotionen fehlen, wird Mike Collins als Trainer engagiert, der nach einem schweren Unfall seine Tanzkarriere beenden musste.

Ich mochte es wie die Autorin die Spannungen zwischen Jason und Mike aufgebaut hat. Diese anfängliche Verachtung, danach das unterkühlte professionelle Verhalten bis hin zu meiner Lieblingsszene mit in der eine Massageliege eine Rolle spielt. Diese Szene ich sehr sinnlich und intim. Selbst meine Haut hat angefangen zu prickeln. Ich konnte die Spannungen zwischen den beiden regelrecht fühlen und die umhersprühenden Funken sehen. Einfach fantastisch aufgebaut.

Die ganzen Fachbegriffe waren für mich etwas zweischneidig. Auf der einen Seite sind beide Charaktere professionelle Tänzer, kennen sich selbstverständlich damit aus und die Story hat dadurch etwas sehr Authentisches bekommen, aber für mich als Leser war es etwas schwierig, mir ein Bild von den Positionen und Haltungen zu machen.

Die französischen Begrifflichkeiten waren nicht breit gestreut, haben im Großen und Ganzen aber gut gepasst. Ich habe zwar kein einziges verstanden und deswegen alle gegoogelt, aber dazulernen hat mir noch nicht geschadet. :P

Alles in allem liebe ich das Buch, hätte mir aber ein wenig »mehr« gewünscht. Gerade zu Jasons Hintergrundgeschichte hinterlässt bei mir noch ein paar Fragen.

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