5 Federn, Rezension

»Sheltered in blue: Wenn wir verzeihen« von Svea Lundberg

»Sheltered in blue: Wenn wir verzeihen« von Svea Lundberg ist im Oktober 2021 im Selbstverlag erschienen. Das Buch hat 297 Seiten und ist der fünfte Band der »Sheltered in blue«-Reihe. Dieser Band kann nicht (!) unabhängig vom vierten Band »Rezension hier« gelesen werden.
Ich danke der Autorin für das Rezensionsexemplar.

Klappentext:
Zwei Dinge weiß Sascha sicher: Er will ein guter Vater für sein Kind sein und er wird den Mann, den er liebt, kein weiteres Mal nach hinten schieben. Denn auch Domenico braucht jemanden, an den er sich anlehnen und auf den er sich verlassen kann. Vor allem, da die dienstlichen Ereignisse der Vergangenheit ihn nicht loslassen.
Doch um zu seiner neuen Liebe zu stehen, muss Sascha den Mut aufbringen, sich selbst zu hinterfragen und zu sich finden. Aber wie soll eine Beziehung funktionieren, die zwischen Ex, ungeborenem Kind und Selbstzweifeln auf so brüchigen Pfeilern steht? Kann Sascha Domenico im Privaten dasselbe sichere Fundament bieten wie im Dienst? Noch dazu, wenn ihre Gefühle füreinander es ihnen eigentlich verbieten, weiterhin gemeinsam auf Streife zu fahren.

Rezension:
Endlich geht es weiter! Das Ende vom vierten Band hat mich ziemlich rastlos zurückgelassen. Denn als wären die letzten vier Monate emotionales Chaos nicht genug für ihn gewesen, erfährt Sascha, dass Marie schwanger ist.

Das Hauptaugenmerk in diesem Band liegt, wie der Titel schon sagt, im Verzeihen und der Wiedergutmachung. Der Versuch die Liebe zwischen ihm und Domenico, der Verpflichtung und Liebe zum ungeborenen Kind und die Beziehung zu Marie zu balancieren, bringt Sascha zwischenzeitlich an seine Grenzen.

Ich hatte anfangs die Befürchtung, dass Sascha einknickt und doch bei Marie bleibt. Doch er bleibt stark und erzählt Marie von dem Betrug. Es ist nicht sofort alles Friede, Freude, Eierkuchen. Es läuft eher nach dem Prinzip, zwei Schritte vor und einen zurück. Gerade das hat mir sehr gut gefallen.

Trotz dem Sascha eigentlich der »Böse« ist, da er Marie ja nun mal betrogen hat, gelten meine Sympathien grundsätzlich ihm. Er ist so durcheinander und verzweifelt, da wird mir wirklich das Herz schwer. Das heißt natürlich nicht, dass ich Domenico und Marie nicht mag. Jeder der drei hat das Recht so zu empfinden und zu handeln, wie sie es tun. Das ist das Komplizierte an so einer Sache.

Die Autorin hat es geschafft mir als Leser jede Seite nah zu bringen und mich direkt in den Konflikt entführt. Dabei kommt Marie gar nicht selber zu Wort, sondern wird vorrangig, aus Saschas Perspektive wahrgenommen. Hut ab, Frau Autorin. Sehr gute Arbeit geleistet.
Das einzige, winzige, klitzekleine Manko ist die fehlende Polizeiarbeit. Es hätte nicht wie vorher in die Story gepasst, deswegen gib es dafür auch keinen Abzug, aber ich kann davon einfach nicht genug bekommen.

Ich bin einfach nur absolut begeistert und spreche eine Leseempfehlung aus!

Die beiden Bücher sind definitiv unter meinen Top 5 2021. Wer sie nicht liest, ist selber schuld.

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