»Ring Glöckchen ringelingeling« von Kay Monroe

»Ring Glöckchen ringelingeling« von Kay Monroe ist im Dezember 2018 erschienen. Das Buch hat laut Amazon 43 Seiten und ist eine Romanze.

Klappentext:

Dave und Benny haben – neben ihrer tiefen Liebe zueinander – eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind vernarrt in Glocken.

Benny haben es die hübsch verzierten Kunstwerke, die man hauptsächlich zur Adventszeit bestaunen kann, angetan.

Bei Dave hingegen sind es Bennys hübsche Glocken, die ihm ein ums andere Mal die Hose eng werden lassen.

Das Paar schafft es auch nach mehr als dreijähriger Beziehung noch immer spielend, seine ‘glöcklichen’ Vorlieben unter einen Hut zu bringen. Das schreit doch geradezu nach Hochzeitsglocken.

Und Dave hat da auch schon ganz konkrete Vorstellungen, wie er seinem ‘Glöckchen’ die Frage aller Fragen stellen wird …

Rezension:

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Buch strotzt vor Klischees. Grundsätzlich nichts Schlechtes, aber in diesem Fall fehlen mir die Worte. Ich möchte trotzdem versuchen, meinen Eindruck zu beschreiben.

Die ersten zwei Seiten bestehen gefühlt nur aus Aufzählungen der verschiedenen Glockenarten, die es in dem Laden gibt, in dem die Geschichte anfängt. Weiter geht es mit sehr genauen Personenbeschreibungen sowie der sehr aufdringlichen Erklärung, dass Dave dunkelhäutig ist. Und damit beginnt eine, für mich, sehr seltsame Story.

Dave erzählt erstmal seinen kompletten Lebenslauf. Wie sehr er es hasst, mit seinen Eltern als Nomaden durch die Welt zu reisen, wie peinlich ihre Auftritte sind, um Geld für ihn zu verdienen, dass seine Schulbildung kaum bis gar nichtvorhanden ist, er trotzdem eine Ausbildung mit 14 Jahren bekommen hat, bis zu dem Zeitpunkt, als er endlich (!) Benny kennenlernt. Kein Erleben der Ereignisse, sondern nur eine reine Erzählung des Protagonisten.

Zudem habe ich noch nie erlebt, dass ein Charakter, aus dessen Sicht erzählt wird, sich selbst so sehr auf seine Hautfarbe reduziert. Immer und immer wieder dreht sich Daves innerer Monolog, und nicht nur der, darum, dass er eine dunkle Hautfarbe hat.

„Du würdest mich, einen wildfremden, farbigen Kerl mit zu dir nach Hause nehmen?“, fauchte ich ihn an.

Das Zitat oben sagt Dave zu Benny, als er ihn direkt nach dem Kennenlernen zu sich nach Hause einlädt. Solche Sprüche finden sich im ganzen Buch wieder.

Zudem hat die Autorin einige Beschimpfungen, die ich hier nicht nennen möchte, ziemlich deutlich ausgeschrieben. Und zwar nicht in einer Szene, in der Dave und Benny mit den Beschimpfungen bedacht werden, sondern nur als Rekapitulation von Dave. Ehrlich gesagt finde ich, dass die Autorin das hätte umschreiben können. Denn jetzt mal ehrlich? Wer denkt gerne an die Beleidigungen, die man vielleicht schonmal selbst an den Kopf bekommen hat? In allen Einzelheiten? Mit jedem miesen Schimpfwort? Dieser unterschwellige Rassismus, mit dem Dave sich die ganze Zeit bewirft, ist einfach nur schrecklich zu lesen.

Mehr möchte ich zu diesem Buch nicht mehr schreiben, da weitere Punkte das Ende verraten würden und ich, trotzdem mir das Buch nicht gefallen hat, niemanden noch mehr spoilern möchte.

Abschließend möchte ich erwähnen, dass die Klischees wirklich furchtbar waren und die Protagonisten nicht wie echte Personen des realen Lebens rüberkamen, sondern eher wie ungelenke Marionetten der Autorin.

Von mir gibt es definitiv keine Leseempfehlung!

Loading Likes...

Hinterlasse einen Kommentar

  Abonnieren  
Benachrichtige mich zu: