„Lover to go“ von Caitlin Daray

„Lover to go“ von Caitlin Daray ist im Oktober 2017 als eBook bzw. im November 2017 als Print beim Cursed Verlag als Überarbeitete Neuauflage der Online-Geschichte erschienen. Das Buch hat 490 Seiten und ist dem Genre „Alltag“ zugeordnet.

Inhalt:
Dylan versteht die Welt nicht mehr. Sein Freund beendet von heute auf morgen ihre – zugegeben etwas eingefahrene – Beziehung und verschwindet spurlos. Auch seine Arbeit im Coffeeshop leidet darunter, was seinem Chef Jeremy natürlich nicht verborgen bleibt. Als ihm die Situation schließlich über den Kopf wächst, verliert Dylan vor seinem Chef und den Kollegen die Beherrschung. Anstatt ihn jedoch zu feuern, überrumpelt Jeremy ihn mit einem atemberaubenden Kuss, der Dylans Leben für immer verändern wird…

Rezension:
Anfangs hatte ich einige Probleme mit Dylan und vor allem mit Jeremy warm zu werden. Dylan scheint sich ein wenig traumwandlerisch durchs Leben zu bewegen und ist deswegen natürlich sehr überrascht als sein Freund von heute auf morgen verschwindet und ihn scheinbar sitzen lässt.

Es ist absolut verständlich und nachvollziehbar, dass Dylan in den folgenden Wochen zunehmenden dünnhäutiger wird und ihm schließlich die Hutschnur platzt.

Weniger verständlich ist für mich allerdings, dass Jeremy Dylans alkoholisierten Zustand ausnutzt um ihm näher zu kommen. Auch oder gerade weil er ja anscheinend schon länger auf Dylan steht. Vielleicht war es für beide notwendig um in die Gänge zu kommen und Jeremy wollte ihm ja auch nichts Böses, also Schein gehabt. Aber für mich hat es schon einen kleinen bitteren Nachgeschmack.

Auch Dylans Reaktion auf die von Jeremy bezahlte Reise…
Ich meine anfangs hält er ja nicht sehr viel von seinem Boss. Ich weiß nicht ob ich die Reise angetreten hätte.

Abgesehen von diesen beiden Punkten direkt am Anfang der Geschichte fand ich den Rest ziemlich klasse.

Die Nebencharaktere sind klasse. Alle kriegen einen Platz in der Geschichte ohne jedoch zu viel in den Vordergrund zu treten. Einige davon habe ich geliebt, ein paar wollte ich auf den Mond schießen und einen wollte ich eigentlich nur in den Arm nehmen und aus den Schlamassel ziehen den er sich selbst eingebrockt hat. Dabei hat er mit seiner Rolle in der Geschichte nun eigentlich wirklich keine Sympathiepunkte zu erwarten gehabt.

Langer Rede, kurzer Sinn. Ich habe gelacht, war wütend und habe gegen Ende völlig überraschen für mich ein bisschen geweint. „Lover to go“ hat mir ein paar sehr angenehme und auch ein bisschen aufregende Lesestunden beschert.

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Ich hatte an genau der gleichen Stelle wie Du ein leicht komisches Gefühl. Da betrinken sich die beiden und Dylan hat einfach nur Glück, dass es Jeremys ernst mit ihm meint – diese Szene hätte auch anders ausgehen können. Schließlich wussten sie zu diesem Zeitpunkt kaum etwas Privates über den anderen. Andererseits passt es perfekt zu Dylans etwas verträumter und anfangs zu vertrauensseliger Art.
Den Rest der Geschichte fand ich auch sehr gelungen!
LG Gabi

Puh. Dann bin ich damit ja nicht allein. :)
Die Flirtstunde fand ich mit am besten. Ich hab so gelacht. Mein Freund dachte schon bei mir ist es jetzt endgültig vorbei. XD

Ist schon ein bisschen verrückt ;-) ich hab ja auch jede Menge tolle Bücher ungelesen auf dem Reader und weil ich auch englische Originale lese, geht mir der Lesestoff so schnell nicht aus, aber bei manchen Geschichten wartet man doch trotzdem darauf, dass es weitergeht.
Aber einen kreativen Prozess kann man eben auch nicht erzwingen, also warte ich brav :-)