»Kitty Vegas« von Jona Dreyer

»Kitty Vegas« von Jona Dreyer ist im Mai 2020 erschienen. Das Buch hat 432 Seiten und gehört in die Genres Drama, Contemporary und Erotik. Ich danke herzlichst für das Rezensionsexemplar.

Klappentext:

Er ist heiß. Er spielt nur nach seinen eigenen Regeln. Und er ist ein ATF-Informant.

Kitty Vegas’ Stripshow ist legendär. Ein Leben in Luxus sein Alltag. Doch in Wahrheit wünscht er sich nichts sehnlicher, als dem Sumpf aus Gewalt und Verbrechen zu entkommen, auf dem sein glamouröses Leben fußt. Dafür gibt es nur noch einen Weg: ein doppeltes Spiel …

Nach einem persönlichen Schicksalsschlag kämpft sich ATF-Special Agent Rick Callahan zurück in sein normales Leben. Sein erster Ermittlungsauftrag nach Jahren führt ihn ausgerechnet zu einem zweifelhaften V-Mann mit dem Künstlernamen Kitty Vegas. Der verführerische Kitty schleust ihn nicht nur in den Nachtclub des größten, illegalen Waffendealers Nevadas ein, sondern zieht den sonst so konservativen Rick auch in einen Strudel aus Gefahr, Lust und überwältigenden Gefühlen, aus dem es bald kein Entkommen mehr gibt.

Doch ist Kitty zu trauen? Und was für ein Mann verbirgt sich wirklich hinter dem selbstbewussten Edelstripper?

Rezension:

Jona Dreyer ist nicht umsonst eine meiner Lieblingsautorinnen. Ihr Schreibstil und ihr Sprachgefühl entführen mich jedes Mal aufs Neue auf eine individuelle Weise mitten hinein in ihre Geschichten.

Las Vegas, die Stadt, die niemals schläft und mindestens so vielschichtig ist wie der Protagonist und Namensgeber des Buches Kitty Vegas. Ein Mann, der entschlossen, loyal und vor allem mutig ist. Ich habe es sehr genossen, Kitty kennenzulernen und mit jedem Kapitel seine Schutzschichten fallen zu sehen, bis der wahre Kitty endlich zu sehen war und ich ihn einfach bedingungslos lieben musste.

Rick hingegen ist ein ziemlich ernster Charakter, der erst langsam wieder auf die Beine kommt, durch Kitty herausgefordert wird und über sich hinauswachsen muss. Gerade seine Charakterentwicklung fand ich sehr gelungen. Vom gebeutelten ATF-Agenten, der Schwierigkeiten hat sich selbst zu vertrauen, hin zu dem Mann, der sich selbst verzeiht und entschlossen seinen Weg geht.

Die ganze Geschichte hatte einen so realistischen Zauber an sich, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Club, Boss, der definitiv in der Top 10 meiner meistgehassten Charaktere gelandet ist, unglaublich lebendige Nebencharaktere, die das Buch so authentisch machen. Jeder hat sein Schicksal, seine Stärken und Schwächen, aber sie lenken nicht vom Hauptgeschehen ab, sondern bereichern die Story und lassen mich wünschen, dass das Buch und damit die Geschichte rund um Kitty und Rick nicht zu Ende geht.

Und natürlich gibt es auch Sex. Die Sexszenen waren heiß und trotz Kittys Profession nicht einfach nur zum Seitenfüllen da, sondern hatten auch wirklich intime Momente, die mir sehr gut gefallen haben.

Eine meiner absoluten Lieblingsszenen im Buch, kam ziemlich zum Schluss. Da ich nicht unnötig spoilern möchte, gebe ich euch nur den Hinweis, dass eine Pfanne vorkam. Ihr werdet dann wissen, welche Stelle ich meine.

Eine Sache möchte ich unbedingt noch erwähnen. Im Buch wird sehr oft zu jemandem gesagt, dass er wieder »der Alte« werden soll. Das ist für mich eine ziemlich toxische Aussage, da, auch wenn sie liebt gemeint ist, die Entwicklung und das Weiterkommen nachhaltig negativ beeinflussen kann. Ich finde, dass unsere Gesellschaft viel zu sehr auf solchen Phrasen versteift ist und ich finde es wirklich klasse, dass die Autorin das Thema aufgegriffen hat.

Ich kann das Buch vorbehaltlos an jeden empfehlen, der auf Charakterentwicklung, heißen Sex, intime Momente und eine spannende Handlung steht.

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