„Frozen Heart“ von Minelle Chevalier

„Frozen Heart“ von Minelle Chevalier ist Juli 2018 im Selbstverlag erschienen und hat laut der Autorin 302 Taschenbuchseiten. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Klappentext:

Bedrängt von den düsteren Erinnerungen an seine Kindheit lebt David zurückgezogen in einem alten Bauernhaus im Arberland. Gesellschaft leisten ihm nur sein bester Freund Milan und die Bengalkatze Diva. Während eines Schneesturms stolpert David buchstäblich über einen bewusstlosen, jungen Mann in seiner Auffahrt. Ihm zu helfen, ist kein Problem, aber sich in ihn zu verlieben, stellt Davids Welt auf den Kopf.

Lukas wacht nach seiner Flucht verletzt und halb erfroren in einem fremden Bett auf. Von seinem Freund verraten und wie ein Stück Fleisch an einen Zuhälter verkauft, weiß er nicht, ob er David vertrauen kann. Sein Herz jedoch hat andere Pläne.

Unerwartete Verbündete, gute Freunde und ihre Liebe sind die einzigen Waffen gegen einen Gegner, der ihr Leben und ihre gemeinsame Zukunft bedroht.

Rezension:

Grundsätzlich hat mir die Story wirklich gut gefallen. Das Thema „Missbrauch“ ist für mein Empfinden einfühlsam und behutsam beschrieben. Auch wenn die Autorin bei der Beschreibung der Erlebnisse, zumindest zum Teil, nicht wirklich ein Blatt vor den Mund genommen hat. Sowas wünsche ich niemanden. *schauder*

Der Spannungsbogen war für meinen Geschmack gut aufgebaut und löste sich nicht zu schnell auf. Bei der Polizeiarbeit gab es ein paar Kleinigkeiten, die in der Realität so wahrscheinlich nicht passieren würden, aber ich verbuche es mal unter künstlerische Freiheit. Und ganz ehrlich? Anders wäre es nicht so spannend gewesen. ;-)

Es gab einige kleine Ungereimtheiten, die mich ein wenig ins Stocken gebracht haben, aber nicht wirklich ausschlaggebend für die Story waren. Wie zum Beispiel, dass David Bier aus völlig verständlichen Gründen nicht ab kann. Besonders der Geruch ist für ihn untragbar. Trotzdem wird Bier zum Abendessen serviert. Ich stelle mal wagemutig eine Vermutung auf und sage, dass da die „Betriebsblindheit“ zugeschlagen hat.

David und Lukas sind mir schon ein Pärchen. Beide sind durch ziemlich schlechte Erfahrungen geprägt und schleichen, verständlicherweise, ziemlich umeinander herum. Die Entwicklung der Beziehung zwischen beiden fand ich schön zu lesen. Schön langsam und Schritt für Schritt. So liebe ich es.

Zwischendurch hätte ich die beiden zwar gerne mit dem Kopf voran gegen die Wand gestoßen, weil sie mir in wenig zu naiv waren und ich hätte mir gerne ein paar mehr Informationen über einen Nebencharakter gewünscht, aber das ist schon Meckern auf hohem Niveau.

Wäre halt das Sahnehäubchen auf der Torte gewesen. <3

Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

 

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