„Dear Diary – Vom Finden und Gefundenwerden“ von Ray Celar

„Dear Diary – Vom Finden und Gefundenwerden“ von Ray Celar ist im Juli 2018 im Selbstverlag erschienen. Das Buch hat 457 Seiten und ist eine Mischung aus Coming-Out, Coming of Age und Romanze. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar. <3

Klappentext:

Levi liebt Jamie, Jamie liebt Levi. Es könnte so einfach sein. Als sie sich auf Weltreise kennenlernen, ist schnell klar, dass sie den weiteren Weg gemeinsam beschreiten wollen. Aber jede Reise hat ein Ende – und das kommt schneller, als den beiden lieb ist.

Das Problem: Levi ist in München zu Hause und Jamie in London.

Ein Jahr ist eine lange Zeit und der Levi, der nach Hause zurückkehrt, ist nicht mehr der Levi, den seine Freunde und seine Eltern vor einem Jahr verabschiedet haben.

Rezension:

Die Geschichte wird komplett aus Levis Sichtweise erzählt. Mehr oder weniger abwechselnd wird aus Levis Gegenwart oder aus seinen vergangenen Tagebucheinträgen berichtet.

Nach seiner Heimkehr liest Levi sein Tagebuch und ich fand es spannend, die Weltreise mit ihm zusammen zu rekapitulieren. Denn ganz ehrlich: Gibt es etwas Persönlicheres als ein Tagebuch? ;-)

Levis Gedanken haben mir sehr geholfen, ihn schnell ins Herz zu schließen. Seine Sehnsucht nach Jamie, seine Angst und sein mangelndes Vertrauen seiner Familie und seinen Freunden gegenüber sind für mich, gerade wegen seiner erst 18 Jahre, absolut verständlich und für mich auch nachvollziehbar geschildert.

Manchmal hätte ich Levi am liebsten geschüttelt und gezwungen, endlich (!) den Mund aufzumachen. Denn diese ständige Unsicherheit und die Lügen habe ihn ziemlich fertig gemacht und sein Schweigen und seine Angst hätten ihn fast wahnsinnig gemacht und fast zu viel gekostet.

Besonders seine Gedankengänge zu seinem „Welpen“ haben mich öfter grinsen lassen. Einfach nur niedlich und bezaubernd. Gerade diese Bezeichnung hat mir, glaube ich zumindest, ich ziemlich gutes Bild von Jamie beschert. Jamie, der trotz Entfernung und Problemen, immer an Levi glaubt, ihn zu nichts drängt und immer für ihn da ist. Einfach zum Knuddeln!

Das einzige, das ich mir gewünscht hätte, wäre eine typografische Abhebung der Tagebucheinträge gewesen. Dann wäre es leichter gewesen, Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzuhalten. Die Kapitel sind zwar datiert, aber ich muss gestehen, dass ich Kapitelüberschriften oft nicht richtig wahrnehmen.

Ray Celar hat mit ihrem zweiten Roman „Dear Diary – Vom Finden und Gefundenwerden“ eine wirklich einfühlsame romantische Story erschaffen, die ich kaum aus der Hand legen konnte.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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