»24 Days of Queer@venthologie«

»24 Days of Queer@venthologie«, herausgegeben von Jayden V. Reeves, Lena M. Brand und Gabriele Oscuro, ist im Dezember 2018 erschienen. Das Buch ist eine Anthologie mit Kurzgeschichten von 22 Autoren und hat laut Amazon 472 Seiten.

Klappentext:

22 Autoren haben sich zusammengeschlossen, um eine queere Anthologie der besonderen Art herauszubringen.

Ganz im Sinne von ›beschenkt werden und beschenken‹ ist dieses Projekt ins Leben gerufen worden. Mit viel Eifer und Elan haben wir alle unser Bestes gegeben und vielfältige, bunte Kurzgeschichten geschrieben. Zudem haben wir das Buch mit einigen persönlichen Elementen wie Steckbriefen, Interviews und Rezepten gefüllt.

Der Erlös dieses Werkes wird vollständig an eine gemeinnützige LGBTQ* Organisation gespendet:

›All Out‹ ist eine globale Bewegung für Liebe und Gleichstellung. Sie mobilisieren Tausende Menschen, für eine Welt einzutreten, in der niemand Familie, Freiheit, Sicherheit oder Würde opfern muss, um sie/er selbst zu sein und die Person ihrer Wahl zu lieben.

www.allout.org

Eure Autoren: Neschka Angel, Jay Bélier, Moritz Berg, Lena M. Brand, Chrissy Burg, Màili Cavanagh, Barbara Corsten, Ashan Delon, Marcel Duval, Kaiden Emerald, Svea Lundberg, Jobst Mahrenholz, Elian Mayes, Kay Monroe, Gabriele Oscuro, Lex Aron Rees, Jayden V. Reeves, Chris P. Rolls, Tristan Thomas, Marc Weiherhof, B.D. Winter & Maya Winter.

Aufgrund expliziter erotischer Szenen ist dieses Buch für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.

Rezension:

Ich habe lange überlegt, wie ich diese Rezension schreibe. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, euch insgesamt vier Kurzgeschichten aus der Anthologie vorzustellen und später noch etwas zum Gesamteindruck zu erzählen.

»Rabenwinter« von Svea Lundberg:

Rabenwinter ist die erste Kurzgeschichte der Anthologie. Eine Geschichte, die von Schmerzen, Überschreiben von Erinnerungen und Heilung erzählt. Eine sehr berührende Geschichte, die einen perfekten Auftakt für die Anthologie darstellt.

»Shahabi – Der gefallene Stern« von Lena M. Brand:

Eine sehr berührende Geschichte mit einem sehr aktuellen und brisanten Thema. Die Kurzgeschichte hat mich zum Nachdenken angeregt und auch schwer schlucken lassen, doch hat sie mir am Ende ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich gebe mich ein wenig der (naiven) Hoffnung hin, dass solch ein Ende auch in der realen Welt zustande kommen mag.

»Noir – Weihnachtsgeschichte des Todes« von Jay Bélier:

Diese Geschichte ist eindeutig von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte inspiriert. Leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen, da ein Profikiller von der CIA, der gerade einmal 16 Jahre alt ist, mehr als ein paar Seiten bräuchte, um mich von sich zu überzeugen. Zudem fehlte mir die charakterliche Entwicklung, damit das Ende für mich stimmig ist.

»Herz aus Eis« von Marc Weiherhof:

Diese Kurzgeschichte erinnert mich ein wenig an »Die Schöne und das Biest«. Ein Fluch und 10 Jahre Zeit, die Bedingungen des Fluchs zu erfüllen. Die Geschichte war an sich etwas kurios, aber witzig. Ich fand es jedoch schade, dass der Zeitraum des Fluchs sich gegen Ende um sechs bis sieben Tage verkürzte, obwohl vorher explizit erwähnt wurde, dass es eben exakt 10 Jahre sind. Das hat mir persönlich das Ende ein wenig verdorben.

Ich fand es charmant, dass es einige kleine Dinge gab, die die Autoren gemeinsam in ihre Geschichten eingebaut haben. Kleine Sachen die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben, wenn ich wieder eine entdeckt hatte. Zudem gibt es zu jedem Autor ein Interview und einen Steckbrief. Einige Autoren haben sogar Rezepte beigesteuert. Dadurch gibt es die Chance, den Autor hinter der Geschichte noch ein bisschen besser kennenzulernen.

Im Großen und Ganzen fand ich, dass die Anthologie eine wirklich schöne Mischung an Kurzgeschichten bereithält. Nicht jede Geschichte entsprach meinem Geschmack. Was ich schade fand, war, dass sich bei einigen Geschichten seltsame Formulierungen und Logiklöher eingeschlichen haben. Gerade bei Kurzgeschichten, meiner Meinung nach, ziemlich tödlich, da es kaum Spielraum gibtum das zu überspielen.

Meine Bewertung für die Anthologie setzt sich aus dem Durchschnitt der einzelnen Geschichten zusammen. Die Interviews, Steckbriefe und Rezepte habe ich bei der Bewertung außen vorgelassen, da ich schlecht persönliche Informationen der Autoren beurteilen kann.

24 Days of Queer@venthologie ist eine Kurzgeschichtensammlung, die eine gute und vielfältige Mischung an Kurzgeschichten bietet, mich aber nicht in allen Belangen überzeugen konnte.

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